Die Kinder, die wir derzeit in unser Programm aufgenommen haben, wurden uns von der Schulleiterin Gracian genannt, die die Kinder direkt vor Ort an ihren Leistungen messen kann. Der Fokus liegt hierbei auf Kindern, die entweder Waisenkinder sind oder aus einer sehr armen Familie stammen. 100 % Ihrer Spende werden für die Schulgebühren oder Schuluniform oder den Kauf von Schulmaterial verwendet. Das Geld landet nicht in falschen Taschen und wird auch nicht für die Verwaltung benötigt.

In Zambia startet die Primary oder Basic school üblicherweise wenn die Kinder 7 Jahre alt sind. In der westlichen Welt schon sehr spät. Oft kann ein Kind auch erst später in die Schule und manche verpassen  1 Jahr, weil ihre Familien das Geld für Schuluniformen oder Bücher nicht aufbringen kann.

Grade 7 und der Start in die Secondary School

Die Basic oder Primary School ist grundsätzlich frei. Am Ende dieser Zeit wird ein Examen abgelegt und die Kinder bekommen ein Certificat, um in die Secondary School gehen zu können.  Nur wenn das Examen gut ist, haben sie die Möglichkeit die Secondary School zu besuchen. Viele der Schulen sind weit entfernt von Mfuwe, sodass die Kinder in der Schule schlafen können. Und hier entstehen höhere Kosten, die die meisten Familien nicht tragen können.

Das Schuljahr

Das Schuljahr startet im Januar und endet im Dezember. Es gibt 3 "Terms" im Schuljahr und normalerweise dauern sie 3 Monate. Die ersten Ferien sind Ende April, dann im August, danach im Dezember. Die Weihnachtsferien sind die längsten Ferien, die u.a. bedingt sind durch die Regensaison. Zu dieser Zeit ist die Hauptpflanzzeit für den Mais. Viele Kinder arbeiten in dieser Zeit mit ihrer Familie auf den Feldern.

Der Schultag

Der Schultag beginnt um 7.00 Uhr und viele Kinder kommen an, ohne etwas gegessen zu haben. Die Unterrichtsstunden dauern in der Regel ca. 40 min. es gibt morgens etwas zu essen und auch mittags gibt es einen "Lunch". Den Kindern wird im praktischen Unterricht auch gelehrt, wie man Mais anbaut oder Bäume pflanzt.

Die Realität

Die meisten ländlichen Schulen haben nicht genügend Klassenräume oder Lehrer. Es ist auch nicht unüblich, Klassen von ca. 100 Schülern zu haben. Mehr als 5 Kinder teilen sich, sofern vorhanden, ein Lehrbuch. Selten gibt es genügend Sitzgelegenheiten. Die Kinder sitzen auf dem Boden.

Der normale Tag

startet um 5.00 Uhr. Es wird Wasser vom entfernten Wasserloch geholt. Viele Kinder gehen mittags wieder nach Hause.

Die wenigsten Kinder haben die Möglichkeit auch nach Einbruch der Dunkelheit zu lernen, denn es gibt nur wenige Familien mit Elektrizität.

Sie möchten ein Kind unterstützen? Warum gibt es so wenige Mädchen?

In der Basic/Primary School ist der Anteil Jungs/Mädchen ungefähr gleich. Ab der Secondary School überwiegt der Anteil der Jungs.

Die Gründe dafür liegen in der Tradition und Kultur in den ländlichen Gebieten Zambias. Traditionell helfen Mädchen bei der Hausarbeit. Wie ihre Mütter sind sie diejenigen, die täglich zum Wasserloch laufen. Sie kochen, putzen, waschen und kümmern sich um die jüngeren Geschwister.

Wenn also eine Familie wenig Geld zur Verfügung hat, so wird in erster Linie ein Junge in die Schule geschickt. Das macht in gewisserweise Sinn, denn es gibt nur wenige Jobs für Frauen.

Wenn die Mädchen in die Pubertät kommen, verpassen Sie in der Schule viel, weil es nicht genügend "Binden" gibt.

Es gibt gegenüber den Mädchen sehr viel Druck, früh zu heiraten - manche werden schon mit 14 Jahren verheiratet. Wenn eine Familie sehr arm ist, stellt dies die einzige Möglichkeit dar, weniger "Esser" zu haben.

Die frühen Schwangerschaften der Mädchen sind ein weiterer Grund dafür, dass sie nicht in die Schule gehen. Vergewaltigungen und Gewalt sind leider sehr häufig. 

Ein weiterer Grund ist, dass viele Mädchen aus den ländlichen Gegenden kein Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein haben.

Wie erhält mein Patenkind die Unterstützung?

Wenn wir einen Paten/Patin für ein Kind gefunden haben...wird dieses zur Direktorin geschickt. Dem Patenkind wird alles erklärt. Zu diesem Zeitpunkt wird gecheckt, was das Kind alles benötigt. Sofern wir nicht selber vor Ort sein können, werden wir das Geld an die Schuldirektorin transferieren, die uns nachträglich die Rechnungen für die ausgegebenen Mittel zur Verfügung stellt. Fotos - sobald diese vorliegen werden wir weitestgehend veröffentlichen (nach Genehmigung).

- Schulmaterial

- Schulbücher

- Schuluniform

- Schuhe

- 2 T-shirts

- 3 Paar Socken

- Schultasche oder Rucksack

- Mäppchen mit Stiften

- Lineal und Radiergummi

- Mathematiksets

- Art Materials

- Atlas und ein Wörterbuch wenn verfügbar

- Bustickets (im 2. Schritt)

- Rücklage für Erkrankungen (im 2. Schritt)

Wir versuchen alles zusammen zu kaufen, damit wir einen besseren Preis erzielen können.

Wie geht es weiter?

Nachdem das Patenkind erfahren hat, dass es gesponsert wird, erhält der Sponsor vom Patenkind ein Foto und einen Brief. Es wäre schön, wenn auch die Patin/der Pate einen Brief an das Kind schreiben würde. Sie können dies tun, in dem Sie uns eine E-mail mit Anhang schreiben. Oder gerne nach vorheriger Kontaktaufnahme per Whats app, denn wir stehen in regelmässigem Ausstausch mit der Schulleiterin und weiteren Personen unseres Vertrauens.

Sobald uns die "Zeugnisse" zur Verfügung stehen, werden wir diese schnellstmöglich an Sie weiterleiten.

 

Geplant ist, dass die Kinder einen Brief schreiben. Bitte bedenken Sie allerdings, dass sie dies in Ihrer 2. Sprache tun. Es kann durchaus sein, dass den ersten Brief den die Kinder an Sie schreiben auch den ersten Brief überhaupt darstellt, den sie jemals geschrieben haben.

Es ist für die Kinder eine grosse Freude, Briefe zu erhalten und zu wissen, da gibt es jemanden auf der Welt - weit weg, der sich um sie kümmert.  Die Kinder lieben Bilder. Erinnern Sie sich daran, dass die Kinder fast keine Möglichkeit haben, TV zu schauen oder Bücher zu lesen. Mit Bildern können Sie verstehen, wo die Paten leben.

Seien Sie versichert, Ihre privaten Anschriften oder E-mail Adressen geben wir nicht heraus.

Bitte schreiben Sie Ihre Briefe in Word und senden Sie uns diese an unsere Kontaktadresse oder handschriftliche Briefe eingescannt als Anhang in einer E-mail.

Sollten Sie anonym bleiben wollen, nicht involviert werden, weil Sie z.B. nicht genügend Zeit haben, so können Sie uns auch eine  Spende zukommen lassen. Wir werden diese dort einsetzen, wo sie am nötigsten gebraucht wird.

Können Sie Ihr Patenkind besuchen?

Wir lieben es, wenn Sie Ihr Patenkind besuchen möchten. Falls Sie dies planen, bitten wir um rechtzeitige Kontaktaufnahme mit uns, damit wir dies arrangieren können. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihre Unkosten nicht übernehmen können. Wir sind aber gerne bei der Auswahl einer Unterkunft behilflich. Sprechen Sie uns an!

Kinder mit Behinderung

Auch Kinder mit Behinderungen möchten wir nicht vergessen. Unser nächster Aufenthalt wird u.a. dafür genutzt bereits bestehende Kontakte zu vertiefen und herzustellen. Hierzu wird es im Verlauf des Jahres hoffentlich neue Erkenntnisse geben.